BuiltWithNOF

by SchwöbelDesign

Infos für Eltern

Sehr verehrte Eltern!


Hier auf dieser Internet-Seite können Sie Informationen zur Gehörbildung und Musikerziehung von Kindern und Jugendlichen lesen. Da Gehörschulung und Gehörbildung die eigentliche pädagogische Zielsetzung unserer Arbeit ist, möchten wir Eltern, die von Beruf aus keine Musiker sind, einige Ratschläge geben, wie man das Gehör von Kindern und Jugendlichen „bilden“ kann.

Zuerst stelle ich mich kurz vor: Balint Santa, Dipl.-Volkswirt, 15 Jahre Klavierunterricht in Ungarn, 20 Jahre privater Klavierlehrer und 9 Jahre Chorleiter von 7 Chören in Deutschland. Als beruflicher Ausrutscher war ich 7 Jahre lang Tennistrainer von 6 Jugendmannschaften. All diese Erfahrungen haben mir geholfen, im Jahre 1994 mit der Hilfe meiner Frau Bärbel Ganster (Dipl.-Handelslehrerin) ein „Klaviertheater“ zu gründen. Die pädagogische Zielsetzung unserer Arbeit ist: Gehörbildung, Gehörbildung und nochmals Gehörbildung.

Unter Gehörbildung verstehen wir zwei Aspekte:
1.Schutz des Hörorgans
2.Schulung der musikalischen Hörfähigkeit.

Der Schutz des Hörorgans ist heute eine der wichtigsten Aufgabe von Eltern geworden. Maschinen und maschinell betriebene Musikinstrumente können Lautstärken und Tonhöhen erzeugen, für die unser Gehör nicht geschaffen ist. So kann ich Eltern nur raten, ihre Kinder, aber auch sich selbst vor heulenden, kreischenden und lauten Maschinen zu schützen. Machen Sie es nicht so wie in Dobel (Nordschwarzwald), wo im Wohngebiet Kreissägen heulen und Kinder Rasen mähen. Schützen Sie Ihre Kinder auch vor lauten Walkmen und Discos, solange Ihnen dies möglich ist. Stellen Sie während der Autofahrt das Radio nicht auf volle Lautstärke ein. Ist das Sinnesorgan Ohr erst einmal zerstört, ist es nicht mehr gesundzupflegen! Dann hilft nur noch ein Hörgerät! Wichtig: Das Ohr unterscheidet nicht, ob dem Mensch die Lautstärke gefällt oder nicht! Was laut ist, macht krank!

Die zweite Aufgabe ist die Schulung des musikalischen Gehörs.

Das musikalische Gehör ist angeboren. Trotzdem ist seine Schulung erforderlich, wenn wir diese Fähigkeit behalten wollen.

Früher haben die Mönche diese Aufgabe erfüllt. Sie hatten täglich 7 Mal Singstunde, nur um die von Pythagoras mathematisch erfaßten Töne nicht zu vergessen. (Heute singen und spielen wir noch immer diese Töne.) Guido von Arezzo erfand im Mittelalter die sogenannte Solmisation zu diesem Zweck. In Ungarn wird in Grundschulen Musik heute noch so unterrichtet. Die Solmisation ist ein bißchen langweilig (ich habe 8 Jahre lang in Ungarn so gelernt), aber das Gar-nicht- singen, sondern sich nur berieseln lassen, ist auch nicht empfehlenswert. So haben wir das „Klaviertheater“ konzipiert. Heute haben wir das Glück, Musikinstrumente haben zu können, die richtig gestimmt sind. So, wie Johann Sebastian Bach vor 300 Jahren seine Cembalos gestimmt hat. Während er aber jede Woche sein Instrument neu stimmen mußte, brauchen wir das mit unseren elektronischen Instrumenten nicht. Damit jedoch werden unsere Ohren „faul“. Sie müssen sich nicht anstrengen, richtig zu hören. Es kommt noch dazu, dass wir eine öffentliche Zwangsberieselung von Popmusikern dulden müssen, die falsch singen. So hört die Jugend heute schlecht. Neben organischen Schäden, verursacht von rücksichtslosen und nichtwissenden Personen sowohl mit Maschinen als auch mit zu laut gedrehten Musikgeräten, erleben wir, dass das musikalische Gehör von jungen Menschen so schlecht ist, dass sie falsch gesungene Töne nicht nur nicht merken. Sie haben nicht einmal den Wunsch, saubere Töne hören zu wollen.

Was kann man dagegen tun?

Gegen Maschinenlärm  – wie wir in Dobel erfuhren – kann man nicht viel tun. Auf diesem Gebiet herrscht die Alpha-Wolf-Mentalität. Gegen Zwangsberieselung mit schrägen Tönen in Restaurants, Campings, Supermärkten, Warenhäusern usw. können wir auch nicht viel ausrichten. Es gibt aber einen gemeinnützigen Verein für das Recht der Stille mit dem Namen Lautsprecher aus! e.V, Dorfstr.11, 25482 Appen-Etz. Der Verein wurde gegründet nach dem Vorbild des englischen Vereins „Pipe down“ – Freedom from piped music, arbeitet also gegen Musik, die wie Leitungswasser oder Haushaltsgas – piped water und piped gas – in Räume geleitet wird.

Das Problem bei der Zwangsberieselung ist, dass sie ausschließlich aus der Musikstilrichtung mit schrägen Tönen kommt. Zur qualitativen Erhaltung des Gehörs von Kleinkindern müßte überall dort „Einsatz“ seitens Eltern, Erziehern, Lehrkräften geleistet werden, wo es möglich ist. Wir tun unser bestes. Wir werden Thema am Kongress der International Society for Music Education in Hong Kong ansprechen. Denn Musiklehrer sollten sich dafür einsetzen. Im Moment können wir Sie nicht besonders ermutigen. Die Gesetzgebung ist nicht immer auch unserer/Ihrer Seite! Aber: Singen Sie zu Hause, wenn es möglich ist; dies kann immer noch der beste Schutz und die beste Gehörschulung sein. Was bei den Mönchen 2000 Jahre lang funktionierte, könnte noch einmal helfen.

Zielsetzungen

Pädagogische Zielsetzungen:
-Kennenlernen von kulturtechnischen Benehmensmustern (Wie verhält man sich im Theater und Konzert?)
-    Abbauen bzw. Nicht-Aufkommen-lassen von Vorurteilen über die „alten“ Komponisten
-Vorstellung der Charaktereigenschaften von Bach, Mozart, Beethoven und Schubert (also  Vorstellung des Menschen), damit der Zugang zur Musik erleichtert wird
-Schreib-, Lese-, Geschichtsunterricht

Musikalische Zielsetzungen:
-Rhythmusübungen
-Gesangsunterricht (Es wird immer gemeinsam gesungen.)
-Gehörbildung (Die Kinder können folgende musikalische Begriffe und Klänge kennenlernen: Fuge, Varation, Unterschied zwischen Dur und Moll, einfache und besondere Kadenzen.)
-Demonstration und Erklärung, dass (klassische) Musik keine Berieselung, keine Untermalung und vor allem keine Hintergrundunterhaltung für private Gespräche ist, sondern die Erzählung einer Geschichte, der man gedanklich folgen muß, wenn man sie verstehen und genießen will.

Bei „Klaviertheater SANTA“ werden alle Kinder in das Theaterstück eingebunden mit Gesang, Klatschen, Gedichte sagen, Tanz und vielen anderen Bewegungen, damit die Aufführung zu einer „Unterhaltung“ wird.

Außerdem ist unser Motto:
Kunst muß nicht nur erschwinglich, sondern auch verständlich sein, denn das Verständnis macht Kunstgenuss erst möglich!

 

[Home] [Vorstellung der Gruppe] [Unser Publikum] [Unser Repertoire] [Auftrittsorte] [Angebot für Schulen] [Einsatz im Unterricht] [Zielsetzungen] [Infos für Eltern] [Unterschiede] [First Piano Theatre] [Empfehlung / Presse] [Kinderpost] [Schulberichte] [Bildergeschichte] [Englisch] [Espanol] [Impressum]